
Gleich zwei 20. Jubiläen wurden bei der diesjährigen Eckentaler Autorenlesung gefeiert:
Die Eckentaler Autorenlesung wird jedes Jahr zum Welttag des Buches und der Leipziger Buchmesse von der Gemeindebücherei gemeinsam mit Maria Roser und Hanne Mausfeld organisiert und hat sich seit Langem als Forum für Hobbyautoren etabliert, die ihre Werke ohne Leistungsdruck und Wettbewerb einem größeren Publikum vorstellen möchten.
Dieses Jahr war es die 20. Lesung dieser Art, zu der sich dreizehn Autorinnen und Autoren und ein großes interessiertes Publikum trafen.
Ein großer Teil der Künstler ist in der Eckentaler Schreibgruppe um Hanne Mausfeld und Uli Hass organisiert, die auch unter dem Namen „Marktschreiberinnen“ bekannt ist und ebenfalls auf eine 20jährige Geschichte zurückblicken kann.
Zahlreiche Sammelbände der Gruppe sind bereits erschienen. So zuletzt der Band „Fremd im Paradies“, der anlässlich des Zehnjährigen der Flüchtlingsinitiative FLECK e.V. entstand.
Auch in diesem Jahr war die Auswahl kurzweilig: Gedichte, Reflektionen, Kurzgeschichten und Romanauszüge zu verschiedensten Themen wurden souverän vorgetragen.
So fand sich auch das Thema Flucht und Paradies gleich in mehreren Texten: sei es die hastige Flucht auf einem alten Boot oder der sehnlich erwartete Brief vom Ausländeramt.
Was ist wichtig im Leben? Was ist Zeit? Wie kann man seinen eigenen Weg gehen? Gibt es eine fünfte Dimension oder welche Dimensionen erreichen wir mit Drogen? Und hat ein Maulwurf Bleiberecht im gepflegten Vorgarten? Alles Fragen, denen humorvoll oder nachdenklich nachgegangen wurde.
Außerdem wurde eine Zeitreise von 200 Jahren auf ein Sträflingsschiff unternommen, ebenso wie die abenteuerliche Anreise zu einer Kreuzfahrt. Ein ChatBot empfahl die Errichtung eines Doms auf dem Eschenauer Rathausplatz und ein Bettler weigerte sich, eine Keksdose anzunehmen. Die Verwandlung einer Wiese in ein Baugebiet konnte ebenso miterlebt werden wie der Kampf eines Leberflecks um Anerkennung.
Im Anschluss tauschten sich die Autorinnen, Autoren und Gäste über ihre Arbeiten aus und konnten neue Kontakte knüpfen.
Das Büchereiteam bedankt sich bei allen Mitwirkenden und den Mitorganisatorinnen Maria Roser und Hanne Mausfeld und freut sich auf die nächste 21. Lesung 2027.